Donnerstag, 4. Mai 2017

Heute vor einem Jahr

Heute vor einem Jahr war ein wichtiger Tag, es war endlich das zu Ende, was sich lange vorher totgelaufen hatte.

Mein Blick wurde klarer, meine Gedanken weiser, meine Handlungen vernünftig. auch wenn der Moment sehr schmerzte, die Entscheidung war richtig. Ich musste mir eingestehen nichts zu verlieren, sondern eher zu gewinnen und das tat einerseits weh und andererseits so gut.

Mir wurde zwar der Tag am Bodensee versaut, aber ich hatte das Glück, diesen ja noch einmal in 2016 zu besuchen und das war wunderschön.

Und hier ist es wieder, dieses Gefühl etwas richtiges zu tun, auch wenn es weh tut. Ich habe an dem Tag versucht, ein letztes Mal zu sprechen, ich wollte von Angesicht zu Angesicht Dinge klären und erklären, warum ich es beendet hatte, warum ich keinen Sinn mehr sah. Aber der Trotz der Gegenseite war so unendlich groß... Ich hätte mich gern im Guten getrennt, aber das war nicht möglich mit einem Menschen, der eine vorgefertigte Meinung von dem männlichen Geschlecht hat und bei dem wohl doch mehr Gefühl da war, als man je zugab.

Ich musste mich wieder an einen sehr wichtigen Satz, eines Menschens erinnern, der mir in 2015 sehr viel Kraft gab:

Ich kann nichts für die Gefühle der Anderen!

Und dann musste ich mich erinnern, an die 3 wichtigsten Schritte des Lebens:

1. Erkennen
2. Verstehen
3. Verändern

Vielleicht hätte ich schon im Januar erkennen sollen, dass mich ein anderer Mensch so in seinen Bann gezogen hatte, ohne das ich in dem Moment mit ihm gesprochen hatte, noch irgendetwas von dieser Person wusste. 

Ich habe meine Lektion gelernt, die wichtigste Lektion:

Wann man gehen muss...

Ich hatte früher viel zu lange an tot gefahrenen Beziehungen festgehalten, hier hat es mich nur 3 Monate gekostet, ich hatte gelernt. Vielleicht hätte man es noch früher sehen können, aber 3 Monate waren denke ich eine recht annehmbare Zeit. 

Ich will die Zeit davor gar nicht schlecht reden, kennengelernt in einem Alptraum, gemeinsam aufgewacht, geliebt in einer unrealen Welt und den Alltag nicht bestanden. Es war ein Märchen, welches leider immer irgendwann endet. 

Was ich damit sagen will: Manchmal muss man die rosarote Brille absetzen, den Traum beenden, wie morgens nach dem Erwachen und so Platz für neue Erlebnisse schaffen, auch wenn es nicht einfach ist. Der Schmerz wird schon bald von Sonne bestrahlt und so geheilt. 

Und nicht, dass man mich falsch versteht, ich möchte keinen Moment missen, denn auch Schmerz kann unendlich schön sein, wenn darauf wieder Freude folgt, denn er zeigt uns, dass wir leben, fühlen!

Und ja, ich bin ehrlich, dieser Mensch, der mich damals so faszinierte, dass ich ins Grübeln kam, fasziniert mich heute noch immer und ich denke, dass ist doch das Zeichen dafür, dass ich richtig gehandelt habe.

Und vielleicht kann man es mit einem Satz abschließen:

Manchmal muss man leben, manchmal gehen und ganz wichtig, sich nie etwas vormachen, denn Selbstlügen sind der Gallenröhrling im Steinpilzragout. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kontakte uns...